Das Zentrum für angeborene Herzfehler und Kinderherzzentrum im HDZ NRW ist die einzige Einrichtung in Nordrhein-Westfalen, in der Herztransplantationen für Kinder und Jugendliche durchgeführt werden. Das Leistungsspektrum reicht von der Aufnahme und kinderkardiologischen Diagnostik über die intensivmedizinische Betreuung und operative Versorgung bis hin zur langfristigen Nachsorge mit regelmäßigen ambulanten Kontrollen.
Auf unserem Foto sehen wir nicht nur sieben Kinder und Jugendliche, die in Bad Oeynhausen ein Spenderherz erhalten haben, sondern auch einen großen Teil des sehr erfahrenen, interdisziplinären Versorgungsteams, das sich um seine Patientinnen und Patienten rund um die Uhr kümmert.
Der jüngste Patient war sechs Monate alt, der älteste 17 Jahre. Fünf der Transplantierten wurden zuvor mithilfe eines künstlichen Herzunterstützungssystems – eines sogenannten Berlin Heart oder eines VAD-Systems – überbrückt, um die oft lange Wartezeit auf ein geeignetes Spenderorgan überhaupt überstehen zu können.
Spezialversorgung
Zeitweise werden in Bad Oeynhausen mehr junge Patientinnen und Patienten gleichzeitig mit künstlichen Herzunterstützungssystemen versorgt als in jeder anderen Einrichtung in Deutschland. Nicht selten müssen mehrere Transplantationen innerhalb weniger Tage koordiniert werden. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die medizinische und pflegerische Bereitstellung und die entsprechenden Versorgungskapazitäten.
„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen in ihren jeweiligen Fachbereichen ein ungemeines Spezialwissen in eine solche, sehr aufwendige Langlieger-Versorgung ein“, betonen die Chefärzte Prof. univ. (assoc.) Dr. Eugen Sandica und Prof. Dr. Stephan Schubert. Die hohe Bereitschaft dieses besonderen Teams, sich hier mit allem Wissen und Können gemeinsam für das Wohl der ihnen anvertrauten Jungen und Mädchen einzusetzen, wissen die beiden Klinikdirektoren hoch zu schätzen.
In Bad Oeynhausen begrüßt man daher das so wichtige Signal der Landesregierung NRW, genau diese Maximalversorgung im Herzinsuffizienzbereich für Kinder und Jugendliche nun zu stärken. „Wir sind unendlich dankbar für die Chance, im geplanten Klinikanbau künftig weitere dringend benötigte Raum- und OP-Kapazitäten zu erhalten, um der hohen Nachfrage über die Landesgrenzen hinaus auch weiterhin adäquat begegnen zu können.“