Triathlet Elmar Sprink auf der 20-Kilometer-Strecke in Dresden.
Prof. Dr. Jan Gummert, Ärztlicher Direktor des HDZ NRW, und Oberarzt Jan Fleischhauer gratulieren Rasa Fuchs zu ihrer ersten erfolgreichen Teilnahme an den World Transplant Games.
Vor vier Jahren hätte ich niemals gedacht, überhaupt wieder auf die Bahn gehen zu können“, sagt Rasa Fuchs. Die 27-jährige Leichtathletin und der Triathlet Elmar Sprink (53) kehrten mit insgesamt sieben Medaillen und vielen schönen Erlebnissen zurück von den Wettbewerben der transplantierten Sportler aus aller Welt (World Transplant Games), die alle zwei Jahre in verschiedenen Disziplinen und Orten stattfinden. 2.500 Aktive trafen sich diesmal in Dresden.
Gemeinsam das Bewusstsein für Organspende zu erhöhen und Mut zu machen für Tausende Menschen, die auf diese lebensrettende Behandlung warten, ist das Ziel dieser internationalen Sportveranstaltung.
Rasa Fuchs hat im September 2021 ein neues Herz bekommen. „In der für mich sehr, sehr schweren Zeit bin ich im HDZ medizinisch, psychologisch und organisatorisch immer mit ganz viel Empathie betreut worden.“
Schwere Wartezeit auf ein Organ
In Dresden ist sie mit drei Silbermedaillen über 5.000 Meter, 800 Meter und die 4x400 Meter Staffel sowie mit der Bronzemedaille über 1.500 Meter belohnt worden. „Das habe ich meinen Ärzten zu verdanken“, strahlt sie und brachte kurzerhand ihre Medaillen und schönsten Erinnerungsfotos zur jüngsten Nachuntersuchung mit.
„Man bleibt in der HDZ-Familie“ bestätigt Elmar Sprink, der bereits seit 2012 mit einem Spenderherzen lebt, nach seiner Herztransplantation den Leistungssport wiederaufnahm und seitdem als Triathlet auf zahlreichen nationalen und internationalen Sportveranstaltungen unterwegs ist, darunter der Ironman auf Hawaii. An den World Transplant Games hat er bereits mehrere Male teilgenommen.
In diesem Jahr erstritt Elmar Sprink in seiner Altersklasse zwei Silbermedaillen über die Triathlon-Sprintdistanz (500 m Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Laufen) und das 10-Kilometer-Zeitfahren. Eine weitere Silbermedaille gewann er unter den Schnellsten in der 20-Kilometer-Teamwertung. Schlussendlich haben die beiden in Bad Oeynhausen transplantierten Sportler dazu beigetragen, dass Deutschland in der Medaillenwertung aller 51 teilnehmenden Nationen hinter Großbritannien einen stolzen zweiten Platz belegt hat.