Wissen

Auszeichnung für zwei Forschungsprojekte

Preisträger Jonas Reckmann forscht über Herzmuskelerkrankungen / Fabian Bojku gewinnt Posterpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs

2 Min.

Erschienen in HDZeit 10.2026, am 06.10.2026
07.10.2026

Desminfilamente sind fadenförmige Eiweißstrukturen, die Herzmuskelzellen stabilisieren.

FORUM-Tagung 2025, Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum: Den mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis für die beste wissenschaftliche Präsentation erhielt Jonas Reckmann aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Hendrik Milting (Leitung) und Dr. Andreas Brodehl vom Erich und Hanna Klessmann-Institut für kardiovaskuläre Forschung und Entwicklung am HDZ NRW. Im Rahmen des Fakultätstags für Promotionsstudierende wurde außerdem Fabian Bojku ausgezeichnet. Er beschäftigt sich am Agnes Wittenborg Institut für translationale Herz-Kreislaufforschung unter der Leitung von PD Dr. Anna Klinke mit der Rechtsherzschwäche.  

Genmutationen auf der Spur

Jonas Reckmann untersucht, welche Genmutationen für bestimmte erbliche Herzmuskelerkrankungen verantwortlich sind. Mutationen am DES-Gen führen zur Verklumpung feiner Proteinfasern (sog. Desminfilamente) und können damit die Kontraktilität von Herzmuskelzellen dauerhaft beeinträchtigen. Weitere Erkenntnisse könnten zu einem neu vervollständigten Atlas der DES-Mutationen beitragen.

Wenn das rechte Herz versagt

Fabian Bojku hat die molekularen Mechanismen einer Rechtsherzfunktionsstörung untersucht. Eine Rechtsherzschwäche (Insuffizienz) ist mit einem höheren Sterblichkeitsrisiko verbunden. Auf der Ebene der Herzmuskelzellen scheint dabei den Mitochondrien eine besondere Bedeutung zuzukommen. Bojku hat die Konzentrationen von mitochondrialen Eiweißen im Gewebe explantierter Herzen von Herzinsuffizienzpatienten analysiert und im Mausmodell unter Drucküberlastung über einen Zeitraum von vier Wochen echokardiographisch beobachtet. Seine Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Schwächung der rechten Herzkammer möglicherweise in ursächlichem Zusammenhang mit mitochondrialen Defekten stehen könnte.

Glückwünsche: (v.l.) Jonas Reckmann, Dr. Andreas Brodehl, Prof. Dr. Volker Rudolph, Prof. Dr. Jan Gummert, Prof. Dr. Hendrik Milting, PD Dr. Anna Klinke und Fabian Bojku.

Das könnte Sie auch interessieren:

Nach oben