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HDZ NRW nimmt ein zweites SPECT/CT in Betrieb

3 Min.

Erschienen in HDZeit 10.2026, am 06.10.2026
20.10.2026
SPECT/CT

Durchblick mit modernster Medizintechnik: Institutsdirektor Prof. Dr. Thorsten Derlin (r.) und Pia Kaschube, stellv. MTR-Leitung. 

Mit einer weiteren hochmodernen Anlage der neuesten Generation baut das Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, seine Spitzenposition als führende universitäre Nuklear-Kardiologie weiter aus – weit über 2.000 Myokardszintigraphien jährlich.

Die Herz- und Thoraxdiagnostik mit Großgeräten zählt zu den Spezialleistungen im HDZ NRW. Sie wird im Institut für Radiologie, Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Derlin vorgehalten und wissenschaftlich betreut.  

Präzise bei kurzen Untersuchungszeiten

Ein SPECT/CT (sog. Single-Photon Emissionscomputertomographie/ Computertomographie) kann sowohl die Anatomie von  

Organen und Gewebe als auch funktionelle Prozesse untersuchen. Nicht nur zur Herzdiagnostik, sondern auch bei Fragestellungen zur Lunge und zu Skelett- oder Nebenschilddrüsen geben die so fusionierten Bilder Aufschluss über funktionelle Informationen der nuklearmedizinischen Untersuchung und liefern zugleich anatomische Informationen der CT in einem Bild. Bestimmte Fragen, z.B. zur Herzdurchblutung und zu vorhandenem Narbengewebe, können auf diese Weise besser und genauer beantwortet werden, als das mittels einfacher Gammakamera, Röntgen, CT oder MRT der Fall ist.  

Eine zweite Anlage dieser Art haben Professor Derlin und sein Team seit Anfang des Jahres am HDZ NRW in Betrieb genommen. „Dieses hochmoderne Gerät stärkt unseren ausgewiesenen Schwerpunkt der molekularen Bildgebung noch weiter. Für unsere ambulanten und stationären Patientinnen und Patienten bedeutet dies nicht nur kürzere Wartezeiten auf einen Termin“, betont der Institutsdirektor. „Vielmehr sind auch unsere Untersuchungszeiten dank verbesserter Bildeigenschaften bei gleichzeitig sehr genauen Befunden kürzer geworden. Zudem erweitern wir hiermit über die Nuklearkardiologie hinaus noch einmal das Untersuchungsspektrum. Das SPECT/CT verfügt über eine besondere Ausstattung, die die Durchführung hochaufgelöster Schichtaufnahmen im Skelettbereich bei z.B. orthopädischen Fragestellungen erlaubt. Diese moderne und sehr genaue Diagnostik können wir auch allen ambulanten Patienten über unser nuklearmedizinisches Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zur Verfügung stellen.“  

2000 Myokardszintigraphien jährlich  

Eine Myokardszintigraphie mittels SPECT/CT gibt Auskunft über die Durchblutung des Herzens und die Relevanz von Verengungen der Herzkranzarterien. Sie kann durch einen Herzinfarkt entstandenes Narbengewebe aufzeigen. Die CT-Komponente kann zusätzliche Informationen wie z.B. über Verkalkungen der Koronararterien liefern. Mehr als 2000 Myokardszintigraphien werden jährlich am HDZ NRW durchgeführt.  

Myokardszintigraphien
Myokardszintigraphien

Das Institut für Radiologie, Nuklearmedizin und Molekulare Bildgebung am HDZ NRW stellt in der stationären Versorgung die bildgebende Diagnostik für Patientinnen und Patienten sicher. Ein besonderer Schwerpunkt gilt der Herzbildgebung. Neben der Herzdiagnostik im nuklearmedizinischen Bereich werden außerdem eine Vielzahl von weiteren Leistungen in der Tumor-, Lungen-, Skelett- und Schilddrüsendiagnostik von einem interdisziplinären Team mit modernsten Untersuchungsmethoden (SPECT/CT, PET/CT, CT, MRT, Röntgen) erbracht. 

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